Leben und News aus dem Havelland
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Grußwort des Landrates zum Jahreswechsel

Foto: Landkreis Havelland

Nach einem turbulenten Jahr 2020, das vor allem durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen bestimmt war, wendet sich der havelländische Landrat Roger Lewandowski zum Jahreswechsel an die Bürgerinnen und Bürger des Havellandes

 

Liebe Havelländerinnen und Havelländer,
ein denkwürdiges Jahr 2020 geht zu Ende. Ein Jahr, das aufgrund der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie zahlreiche Einschränkungen und Entbehrungen mit sich brachte und uns alle vor ungeahnte Herausforderungen gestellt hat. Seit im März der erste Corona-Fall im Havelland festgestellt wurde, leben wir praktisch im Krisenmodus. Immer wieder neue Corona-Verordnungen mit sich ändernden Einschränkungen des öffentlichen Lebens bestimmen seither unseren Alltag. Die zurückliegenden Monate haben von uns allen viel abverlangt – im Berufs- sowie im Privatleben. Doch sie haben auch gezeigt, dass Gemeinsinn und Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft nicht verloren gegangen sind, dass wir zusammenstehen und einander unterstützen. Dies zeigt sich gerade in schwierigen Zeiten wie diesen. Die allermeisten Havelländerinnen und Havelländer haben sich solidarisch und diszipliniert verhalten, die Corona-Beschränkungen akzeptiert und mit ihrem verantwortungsvollen Handeln einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass unser Gesundheits- und Pflegesystem die schwierige Situation bis hierher bewältigen konnte. Diese Besonnenheit benötigen wir auch zum Start des neuen Jahres, bei dem uns der Kampf gegen das Coronavirus leider weiter begleiten wird. Trotz des umsichtigen Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger des Havellandes ist die Bewältigung der Corona-Pandemie insbesondere für die verschiedenen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ein immenser Kraftakt. Die jeweiligen Beschäftigten treten dem mit herausragendem Engagement und unermüdlichem Einsatz entgegen. Hierfür möchte ich ganz herzlich Danke sagen. Neben dem Coronavirus hat zum Jahresende auch noch die Geflügelpest in unser Land und auch in unseren Landkreis Einzug gehalten. Zusätzlich bereiten wir uns als Kreisverwaltung auf die Afrikanische Schweinepest vor, von der wir bisher zum Glück verschont geblieben sind. Auch hier müssen wir jedoch die weitere Entwicklung im Blick haben und aufmerksam verfolgen. Ich blicke dennoch zuversichtlich und hoffnungsvoll auf das bevorstehende Jahr 2021, in dem uns wieder neue Herausforderungen erwarten werden, von denen wir heute noch nichts wissen. Daneben gilt es bestehende Vorhaben voranzutreiben, um die Lebensqualität im Havelland weiter zu verbessern. Das betrifft zum Beispiel den flächendeckenden Breitbandausbau, den wir glücklicherweise 2020 im Amt Friesack beginnen konnten und nun Stück für Stück auch im restlichen Landkreis in Angriff nehmen werden. Auch beim Thema Bahnverkehr gibt es nach wie vor Verbesserungspotenzial. Als Kreisverwaltung werden wir uns hierbei weiterhin für eine Taktverdichtung der Angebote von Nauen und Rathenow nach Berlin stark machen. Zumindest für den Korridor Nauen-Spandau gab es zuletzt erfreuliche Nachrichten. Hier ist durch eine EU-Förderung nun die Finanzierung der Vorplanung zum Ausbau gesichert. Beim Öffentlichen Personennahverkehr haben wir in den vergangenen Jahren schon neue Buskonzepte erarbeitet und zu großen Teilen auch umgesetzt. Zur vollständigen Umsetzung fehlte es hierbei jedoch an ausreichend Fahrern. Dieses Problem konnte inzwischen durch Qualifizierung und Ausbildung gelöst werden, sodass im neuen Jahr unter anderem eine touristische Ringlinie als Verbindung für die Sehenswürdigkeiten im Havelland in Betrieb gehen soll. Bereits in 2020 konnte die erste havelländische PlusBus-Linie von Nauen nach Dallgow-Döberitz eingeführt werden. Gespannt bin ich, was wir aus der gegenwärtigen Krisensituation für unseren zukünftigen Alltag mitnehmen. Denn bei allen Schwierigkeiten, welche die Pandemie mit sich brachte, hat sie uns zwangsläufig auch angeregt manche Dinge zu hinterfragen und neu zu denken. Hierbei sind ganz sicher viele kreative und innovative Ideen entstanden, die auch nach Corona ihren Platz finden werden. Bedanken möchte ich mich bei den rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die 2020 auch unter schwierigen Umständen einen tollen Job gemacht haben und auf die ich mich als Landrat immer verlassen konnte. Dies gilt insbesondere für das Personal des Gesundheitsamtes, das inzwischen seit gut zehn Monaten unter höchster Belastung im Dauereinsatz ist. Konstruktiv und partnerschaftlich lief auch die Zusammenarbeit mit den havelländischen Kommunen sowie den Kreistagsabgeordneten, wofür ich ebenfalls sehr dankbar bin. Für den Jahreswechsel und das neue Jahr wünsche ich Ihnen, liebe Havelländerinnen und Havelländer, von Herzen alles Gute. Möge 2021 Ihnen viele schöne Momente bringen.
Und vor allem, bleiben Sie gesund!


Herzlichst, Ihr Landrat des Havellandes

Roger Lewandoski

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Jürgen Ohlwein Mediendienst